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Praxistipps

Energiekosten senken: 7 sofort umsetzbare Tipps für Ihren Haushalt

Von Ralf Rösemann · Lesezeit: 5 Min.

Das Wichtigste in Kürze: Der mit Abstand größte Hebel bei den Energiekosten ist der richtige Tarif, nicht der Verbrauch. Ein Anbieterwechsel spart im Schnitt 5 bis 10 Mal mehr als alle Verbrauchstipps zusammen. Aber auch die folgenden Tipps helfen dauerhaft.

1

Zuerst den richtigen Tarif sichern

Bevor Sie über Verbrauch nachdenken, prüfen Sie Ihren Tarif. Ein Haushalt der 10 % weniger verbraucht, aber beim teuren Grundversorger bleibt, zahlt trotzdem mehr als jemand der normal verbraucht und günstig eingekauft hat. Der Tarif ist der mit Abstand wichtigste Faktor.

2

Standby-Geräte wirklich ausschalten

Geräte im Standby-Modus verbrauchen in einem typischen Haushalt 50 bis 100 Euro Strom pro Jahr, ohne dass Sie etwas davon haben. Steckerleisten mit Schalter helfen dabei, mehrere Geräte auf einmal wirklich vom Strom zu nehmen, zum Beispiel den Fernseher mit all seinen Zusatzgeräten.

3

Waschmaschine bei 40 statt 60 Grad waschen

Das Erhitzen von Wasser macht den größten Teil des Stromverbrauchs einer Waschmaschine aus. Moderne Waschmittel reinigen bei 40 Grad genauso gut wie bei 60 Grad. Diese eine Änderung reduziert den Stromverbrauch der Waschmaschine um etwa ein Drittel.

4

Heizung nachts und tagsüber absenken

Für jeden Grad Celsius weniger Raumtemperatur sparen Sie etwa sechs Prozent Heizenergie. Nachts und wenn Sie nicht zu Hause sind reichen 17 bis 18 Grad. Moderne Heizkörperthermostate mit Timer kosten ab 20 Euro und amortisieren sich oft im ersten Winter.

5

Kühlschrank und Gefrierer richtig eingestellen

Ein Kühlschrank sollte auf 7 Grad eingestellt sein, das Gefrierfach auf minus 18 Grad. Jeder Grad kälter erhöht den Stromverbrauch um etwa 6 %. Außerdem: Kühlschränke die älter als 15 Jahre sind verbrauchen oft doppelt so viel Strom wie moderne Geräte.

6

Zählerstand regelmäßig selbst ablesen

Wer seinen Zähler einmal im Quartal selbst abliest und dem Anbieter mitteilt, verhindert, dass dieser schätzt und dabei zu hoch schätzt. Das kostet fünf Minuten, kann aber bei der Jahresabrechnung eine böse Überraschung verhindern.

7

Abschlag an realen Verbrauch anpassen

Wenn Sie merken, dass Ihr Verbrauch in einem Jahr deutlich niedriger war als erwartet, können Sie beim Anbieter beantragen, den monatlichen Abschlag zu senken. So zahlen Sie nur das, was Sie tatsächlich verbrauchen, und haben am Jahresende keine Überzahlung.

Was wirklich am meisten spart

Alle Tipps oben zusammen können Ihnen im Jahr 100 bis 200 Euro sparen, wenn Sie konsequent umsetzen. Ein einziger Anbieterwechsel kann Ihnen 300 bis 800 Euro bringen, ohne dass Sie Ihren Alltag ändern müssen.

Das heißt nicht, dass Verbrauchstipps sinnlos sind. Aber wenn Sie mit der Energiereform anfangen wollen, fangen Sie beim Tarif an, nicht beim Thermostat.

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Ralf Rösemann

Energiekostenberater aus Söhlde, seit über 15 Jahren spezialisiert auf Strom- und Gasverträge für Privathaushalte und Unternehmen in Niedersachsen.

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