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Schritt für Schritt

Stromanbieter wechseln: So einfach geht es ohne Stress

Von Ralf Rösemann · Lesezeit: 4 Min.

Das Wichtigste in Kürze: Ein Anbieterwechsel dauert mit professioneller Unterstützung weniger als 10 Minuten Ihres Aufwands. Es gibt keine Versorgungslücke, keine Kündigung die Sie selbst schreiben müssen, und in den meisten Fällen sparen Sie ab dem ersten Monat.

Warum wechseln so viele nicht, obwohl sie könnten?

Laut Studien zahlen in Deutschland Millionen Haushalte zu viel für Strom und Gas, obwohl sie durch einen Wechsel sofort sparen könnten. Der häufigste Grund: die Angst vor Aufwand und Unsicherheit. Was wenn die Kündigung nicht klappt? Was wenn ich kurz ohne Strom bin? Was wenn der neue Anbieter nicht besser ist?

Diese Bedenken sind verständlich, aber in der Praxis fast nie ein echtes Problem. Der Markt ist so reguliert, dass ein Wechsel für Verbraucher nahezu risikolos ist.

Schritt 1: Kündigung und Laufzeit prüfen

Schauen Sie in Ihren Vertrag, ob Sie gebunden sind. Viele Tarife haben eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und eine Kündigungsfrist von vier bis sechs Wochen zum Ende der Laufzeit. Wenn Sie außerhalb dieser Frist kündigen, fallen in den meisten Fällen keine Gebühren an, aber der Wechsel kann sich um einige Wochen verzögern.

Bei Preiserhöhungen haben Sie außerdem fast immer ein Sonderkündigungsrecht, das heißt Sie können sofort wechseln, unabhängig von der regulären Laufzeit.

Schritt 2: Neuen Anbieter und Tarif auswählen

Ein guter Tarif zeichnet sich nicht nur durch einen niedrigen Arbeitspreis aus. Achten Sie auf die Gesamtkosten inklusive Grundgebühr, auf die Preisgarantie-Laufzeit und darauf, ob es sich um einen Ökostromtarif handelt, falls das für Sie wichtig ist.

Seien Sie vorsichtig mit sehr günstigen Lockangeboten ohne Preisgarantie: Diese können nach den ersten zwölf Monaten deutlich teurer werden. Ein stabiler Tarif mit zwei bis drei Jahren Preisgarantie ist in den meisten Fällen die bessere Wahl.

Schritt 3: Kündigung und Anmeldung, alles läuft automatisch

Wenn Sie einen neuen Anbieter gewählt haben, meldet sich dieser bei Ihrem alten Anbieter an. Die Kündigung des alten Vertrags übernimmt in den meisten Fällen der neue Anbieter für Sie. Sie müssen nichts selbst schreiben.

Zwischen dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Vertrags gibt es keine Versorgungslücke. Der Netzbetreiber, also das Unternehmen das die Leitungen betreibt, stellt sicher, dass Sie immer Strom haben. Der Netzbetreiber ändert sich beim Wechsel nicht.

Schritt 4: Zählerstand notieren

Am Tag des Wechsels, also an dem Tag ab dem der neue Anbieter beginnt, lesen Sie Ihren Zählerstand ab und notieren ihn. Dieser Wert wird für die Endabrechnung des alten Anbieters und den Beginn des neuen Vertrags benötigt. Machen Sie zur Sicherheit ein Foto mit dem Datum.

Wie viel können Sie sparen?

Ein durchschnittlicher Haushalt in Niedersachsen mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr kann durch einen Anbieterwechsel zwischen 200 und 600 Euro jährlich sparen. Bei einem Haushalt mit zusätzlichem Gasbedarf kann die Ersparnis 800 bis über 1.000 Euro betragen.

Die genaue Ersparnis hängt von Ihrem aktuellen Tarif, Ihrem Verbrauch und den verfügbaren Alternativen in Ihrer Region ab. Ralf Rösemann nennt Ihnen konkrete Zahlen für Ihre persönliche Situation, kostenlos und unverbindlich.

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Ralf Rösemann

Energiekostenberater aus Söhlde, seit über 15 Jahren spezialisiert auf Strom- und Gasverträge für Privathaushalte und Unternehmen in Niedersachsen.

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